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Auf ca. 3500 m² Geländefläche können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene landwirtschaftliche Arbeiten, wie Sähen, Ernten und Verarbeiten kennenlernen. Bei der gemeinsamen Pflege von Tieren und Pflanzen lernen sie Verantwortung zu übernehmen, Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Toleranz zu entwickeln.
Die Besucher erkennen Zusammenhänge und Kreisläufe, die sich bei Tierhaltung und Pflanzenproduktion in Abhängigkeit der Jahreszeiten ergeben und lernen deren Bedeutung für den Menschen zu achten. Bei der täglichen Arbeit können die BesucherInnen ihre Grenzen austesten, erlangen Selbstvertrauen durch die Bewältigung selbstgesteckter Ziele und halten ihren Körper durch natürliche Bewegung gesund. Durch den Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt, der damit verbundenen körperlichen Betätigung an der frischen Luft und durch die Kontaktmöglichkeiten zu Gleichaltrigen werden gesellschaftliche Defizite ausgeglichen. Die vielfältigen landwirtschaftlichen und handwerklichen Arbeiten bieten ein breites Erfahrungsfeld für unterschiedlichste Berufe. Das fördert die individuelle Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten die auch berufliche Orientierung anhand eigener Talente erleichtert.

Maßnahmenbeispiele:

    • Fachkurse können das Interesse an spezifischen Arbeitstechniken wecken und handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern. Hiermit sollen insbesondere Kinder im Übergang zum Jugendalter und Jugendliche angesprochen werden, die dadurch auch erste berufliche Orientierungsmöglichkeiten erhalten. (z. B. Schreiner-, Computer-, Schneider-, oder Töpferkurse) Das fördert die Entscheidungsfähigkeit bei der Berufswahl, verbessert die Bewerbungschancen und verhindert Lehrstellenwechsel.
    • Landwirtschaftliche Arbeiten bieten körperliche Betätigungsfelder, fördern das Verständnis für natürliche Kreisläufe und Zusammenhänge und machen die Notwendigkeit für Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein nachvollziehbar. Tiere dienen oft als positiver, emotionaler Katalysator. (Zuneigung, Körperkontakt, Führsorge, Zärtlichkeit etc.)
    • Gemeinsamer Mittagstisch fördert Umgangsformen und Sozialverhalten.

Zusatz:

Tiere, Landwirtschaft und Handwerk bieten Begegnungsfelder der Generationen und Nationalitäten. Das fördert die Kommunikation zwischen Alt und Jung genauso wie zwischen den Kulturen und führt zu mehr Verständnis und Toleranz. Außerdem fördert der Umgang mit Tieren eine natürliche Mädchenarbeit. Die Erfahrungen zeigen, dass sich insbesondere Mädchen um Tiere kümmern und dabei deutlich an Selbstbewusstsein gewinnen. Hier spielen und arbeiten Jungs und Mädchen „Hand in Hand“.